Hey Leutz,
heute mal wieder ein seriöses Thema. Wir haben bei uns in der Kita mehrere der sogenannten 1-Euro-Jobber. An sich mag es ja eine tolle Sache sein, wenn Menschen, die keine Arbeit bekommen trotzdem, wenn auch für wenig Geld eine Arbeit bekommen. Die beiden, mit denen ich gesprochen haben, waren zwar nicht sehr erbaut aber aus ermangelung guter Alternativen (zu Hause rumsitzen) wollten sie lieber was tun. Die 1-Euro-Jobs sind aber nur auf ein halbes Jahr begrenzt, danach muss der Arbeitnehmer die Beschäftigungsstelle wechseln. Wenn es länger wäre, würde es wie ein normales Beschäftigungsverhältnis aussehen, was dann ja nicht geht. Meiner Meinung nach sind die 1 Euro Jobs aber Ausbeutung pur. Man hat ein halbes Jahr lang unterbezahlte Arbeit und keine Aussicht auf Bleibemöglichkeit. Gleichzeitig verhindern die 1 Euro Jobber das entstehen neuer Arbeitsplätze, was bei uns eine Handwerkerstelle und eine Haushaltshelferinnenstelle wäre. (Ok, bei unserer Kita ist die Stadt der Träger und die haben irgendwie Probleme im Rathaus und stellen sowieso keine Leute mehr ein. Ist eigentlich eine Riesengeschichte.) Dennoch tauchen die 1 Euro Jobber nicht mehr wirklich in den Arbeitslosenstatistiken auf, werden unterbezahlt und sind daher eher geeignet als Festangestellte. Da gibts lästige Gesetze, was die Kündigung angeht. Die Billiglohnkräfte verschwinden eh nach sechs Monaten.
Weitere Infos bei wikipedia.de
Also liebe Leser, postet mal eure Comments dazu!
Mfg Olli


